Partizipation von Kindern bei Planungs- und Bauvorhaben noch nicht systematisch verankert
Eine neue Studie von UNICEF Schweiz und Liechtenstein und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zeigt: Ob Kinder und Jugendliche bei Bauprojekten mitreden können, ist in vielen Gemeinden nicht verbindlich geregelt. Häufig hängt dies vom Engagement einzelner Personen ab.
Kinder und Jugendliche sind direkt von der Gestaltung des öffentlichen Raums betroffen, etwa bei der Verkehrsplanung, bei Grün- und Freiflächen oder Quartieren. In Planungs- und Bauprozessen werden sie jedoch meist nur punktuell einbezogen.
Die Studie zeigt, dass Partizipation in zwei weitgehend getrennten Bereichen stattfindet. Einerseits gibt es formelle Mitwirkungsverfahren im Rahmen von Planungs- und Bauprojekten. Andererseits bestehen alltagsnahe Beteiligungsformen, zum Beispiel in Schulen oder in der Jugendarbeit. Diese beiden Bereiche sind jedoch selten miteinander verknüpft.
Ausserdem zeigt die Studie, dass Partizipation häufig vom Engagement einzelner Personen abhängt. Ohne klare Zuständigkeiten, politische Mandate und ausreichende Ressourcen bleibt sie fragil und kann bei personellen oder politischen Veränderungen schnell wegfallen.
Die Studie sowie Empfehlungen für die Praxis zur Partizipation von Kindern und Jugendlichen bei Planungs- und Bauvorhaben können auf der Webseite des UNICEF heruntergeladen werden.




























































