seminar | Netzwerk lebendige quartiere
Mittwoch, 06. Mai 2026, 13:15 bis 16:45 Uhr
Begegnung und Bewegung im Quartier
Am Nachmittag des 06. Mai 2026 findet das Seminar des Netzwerks Lebendige Quartiere in der Aula des Kulturzentrums PROGR in Bern statt.
Das Quartier bietet eine gute Grundlage um Bewegung und Begegnung fördern, denn dort findet der Alltag statt. Die Menschen starten ihre Wege zur Arbeit, Schule oder zu Versorgungs- und Betreuungseinrichtungen. Menschen gehen im Quartier zum Sportverein, joggen eine Runde, treffen sich zum Tischtennis oder auf dem Spielplatz. Bewegungsförderung ist auch Begegnungsförderung. Denn, wenn sich die Menschen im öffentlichen Raum bewegen, lernen Sie ihre Nachbarn kennen. Ein bewegungsfreundliches Quartier beeinflusst Wohlbefinden, Selbstständigkeit und Lebensqualität positiv. Wie kann das Quartier also zu einem Ort werden, der zu Bewegung und Begegnung einlädt?
«Begegnung und Bewegung im Quartier»: 6. Mai 2026, 13.15-16:45 Uhr, Aula Progr, Speichergasse 4, Bern
Die Veranstaltung richtet sich an die Akteur:innen der Quartierarbeit, ebenso wie an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter öffentlicher Verwaltungen mit einem Fokus auf Stadt- und Quartierentwicklung und weiterer angegliederter Abteilungen.
Wir freuen uns, Sie am 6. Mai zahlreich in Bern begrüssen zu dürfen.
Programm
13:15-14:30 Begrüssung und Referate
Bewegung und Begegnung im Quartier als Schlüsselfaktoren für Gesundheit und Wohlbefinden
Diese Präsentation gibt einen Überblick über den Stand des Wissens zu den Einflussfaktoren im Quartier und deren Auswirkungen auf Bewegung, Begegnung, Gesundheit und Wohlbefinden. Aus dem komplexen Wirkungsgefüge wird auf einige Beispiele eingegangen, die die Wichtigkeit von beispielsweise Grünflächen verdeutlichen und die unterschiedlichen Aspekte von Aufenthaltsqualität beleuchten. Alltagsbewegung, wie z.B. durch den aktiven Schulweg oder Spiel im Quartier, wird als weiterer Schlüsselfaktor für Gesundheit und Wohlbefinden beleuchtet.
PD Sonja Kahlmeier ist unabhängige Expertin für Bewegung, nachhaltige Mobilität und gesunde Städte. Sie berät unter anderem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und war davor an der Fernfachhochschule Schweiz (FFHS)., der Universität Zürich sowie dem Regionalbüros Europa der Weltgesundheitsorganisation tätig. Weitere Informationen: www.city-health.ch
Bewegung und Begegnung in Yverdon-les-Bains: «Stadtoasen für alle – in fünf Minuten erreichbar»
Mit dem Modellvorhaben «Stadtoasen für alle – in fünf Minuten erreichbar» hat die Stadt Yverdon-les-Bains ein ehrgeiziges Projekt zur Erneuerung und Vernetzung ihrer öffentlichen Räume in Angriff genommen. Nach einer Bestandsaufnahme und der Ausarbeitung einer Strategie befindet sich die Stadt Yverdon-les-Bains heute in der Umsetzungsphase, die von mehreren Dienststellen getragen wird. Ein Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der «vier Bausteine» des öffentlichen Raums: Förderung von Bewegung, Zugang zu Kultur, Verstärkung der Natur in der Stadt und Stärkung des sozialen Zusammenhalts. In der Präsentation wird aufgezeigt, wie mehr hochwertige öffentliche Räume für die Bevölkerung von Yverdon in der Nähe ihres Zuhauses zugänglich gemacht werden.
Alisa Dunning, architecte-urbaniste et Adrian Knöpfel, architecte-urbaniste, Ville d’Yverdon-les-Bains
14:30-15:00 Pause
15:00-16:30 Ateliers
16:30-16:45 Abschluss im Plenum
Ateliers
Atelier 1 : français « Rendre l’activité physique plus accessible grâce au programme 1020 Moves »
La Ville de Renens propose à ses habitant.e.s une programmation sportive large et gratuite par le programme 1020 Moves qui a pour but de rendre l’activité physique accessible à tout le monde. La programmation de 1020 moves s’appuie sur une étude préalable, la collaboration avec des clubs de sport et la proposition de nouvelles activités. L’atelier approfondit l’enjeu de la programmation et comment celle-ci rend l’accessibilité physique à des publics variés avec des besoins et attentes divergents.
Fanny Chilo, Chargée de projet 1020 moves, Ville de Renens
Atelier 2 : français « Construire une mairie et plus encore… »
En 2028, Meyrin (GE) célébrera l’inauguration de sa nouvelle mairie, pièce maitresse d’un projet d’envergure nommé « Cœur de cité » (superficie 5 ha). De la définition de l’image directrice à la livraison, les habitantes et habitants et les personnes travaillant pour l’administration ont été associés à chaque étape. Conçus par et pour la citoyenneté, le bâtiment et les espaces publics ont été pensés ouverts, accueillants et propice à la rencontre. Notre atelier vous invite à apporter votre pierre à l’édifice sur cette réflexion.
Nathalie Griffond, responsable de projets aménagement des espaces publics Cœur de cité, Blaise Kaze et Christine Meyerhans, responsables des projets participatifs Cœur de cité, et Hélène Vivenot, responsable de projets architecture Cœur de cité, Ville de Meyrin
Atelier 3: deutsch: «Spielräume: Begegnungsorte im Quartier zwischen vielfältigen Bedürfnissen und Erwartungen»
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind eingeladen, sich anhand eines konkreten, in Lausanne realisierten Projekts auszutauschen und gemeinsam zu diskutieren. Ziel ist es, die unterschiedlichen Bedürfnisse, Nutzungen und Anforderungen im Zusammenhang mit der Planung und dem Betrieb dieser Räume sichtbar zu machen. Als schweizweit einzige Delegierte für Spielplätze, leitet Petra Meyer-Deisenhofer mit grosser Praxiserfahrung durch das Atelier.
Petra Meyer-Deisenhofer, architecte paysagiste et déléguée aux places de jeux de la Ville de Lausanne.
Atelier 4: deutsch «Hindernisfreie Begegnungsräume – Bedeutung und Umsetzung»
Quartierräume sollen für alle selbstständig zugänglich und nutzbar sein. Was gibt es bei der Gestaltung von Begegnungsräumen aus der Sicht von Menschen mit Behinderungen zu beachten? Welche Ressourcen unterstützen mich bei der Umsetzung der Hindernisfreiheit? Zu diesen Fragen tauscht sich die Fachstelle Hindernisfreie Architektur mit den Teilnehmenden und teilt ihr Wissen.
Harriet Bucher, Fachperson für hindernisfreien Verkehrsraum, Hindernisfreie Architektur – die Schweizer Fachstelle
Atelier 5: deutsch «Bewegung schafft Begegnung – Active City im Quartier»
Wie kann Begegnung im Quartier durch Bewegung im öffentlichen Raum gelingen? Am Beispiel des praxiserprobten Angebots Active City erfährst du, wie kostenlose und lokal geleitete Bewegungsangebote Menschen aus dem Quartier zusammenbringen – unabhängig von Alter, Fitnesslevel und sozialem Hintergrund. Gemeinsam analysieren wir Erfolgsfaktoren, praxisnahe Anpassungen für einen niederschwelligen Zugang – besonders für ältere Menschen – und wie Gemeinden und Städte Bewegung nutzen können, um Begegnung, Austausch und Gemeinschaft im Quartier zu stärken.
Vanessa Wettstein und Gabriela Widmer, Fachexpertinnen RADIX Gesunde Gemeinden
Bild links: ActiveCity, Radix